Lot no. 334
Richter, Gerhard
1932 Dresden
FAZ-Übermalung. 2002. Oil, squeegeed, on offset print. 39 x 55cm. Mounted on cardboard (49 x 69cm). Signed and dated upper right: Richter 2002. As well as numbered upper left: 8/32. Artist's frame. Not examined out of the frame.
The work originates from an edition of 32 unique prints + 5 artist proofs.
The work is listed on the official website of the artist under cat. rais. no. Editions CR 122 (www.gerhard-richter.com)
Provenance:
- Galerie Bernd Lutze, Friedrichshafen (label)
- Galerie Löhrl, Mönchengladbach
- Corporate collection, Germany
Literature:
- Butin, Hubertus/Gronert, Stefan/Olbricht, Thomas: Gerhard Richter - Editions 1965-2013, Ostfildern 2014, cat. rais. no. 122.
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Gerhard Richter
Germany
Abstraction
Capitalistic Realism
New Realism
Post-War Art
Post War
2000s
Abstract
Works on paper
Oil
Richter, Gerhard
1932 Dresden
FAZ-Übermalung. 2002. Öl, gerakelt, auf Offsetdruck. 39 x 55cm. Montiert auf Karton (49 x 69cm). Signiert und datiert oben rechts: Richter 2002. Sowie nummeriert oben links: 8/32. Künstlerrahmen. Im Rahmen beschrieben.
Die Arbeit stammt aus einer Auflage von 32 Unikaten + 5 Artist proofs.
Die Arbeit ist auf der offiziellen Internetseite des Künstlers unter der WVZ.-Nr. Editions CR 122 aufgeführt (www.gerhard-richter.com)
Provenienz:
- Galerie Bernd Lutze, Friedrichshafen (Aufkleber)
- Galerie Löhrl, Mönchengladbach
- Unternehmenssammlung Deutschland
Literatur:
- Butin, Hubertus/Gronert, Stefan/Olbricht, Thomas: Gerhard Richter - Editions 1965-2013, Ostfildern 2014, WVZ.-Nr. 122
Als Vorlage zu dem Werk "FAZ-Übermalung" dient ein Exemplar der Frankfurter Allgemeinen Zeitung aus dem Jahr 2001. So schafft Richter einen Offsetdruck nach einer Fotografie jener Ausgabe und übermalt sie mit weißer, roter, grauer, blauer und orangener Ölfarbe, wobei er bewusst einen Teil freilässt: Der rechte untere Bereich des Druckes zeigt die Hand des Künstlers, die eben jene Zeitung festhält. Richter hinterfragt mit seinen übermalten Fotografien und Druckgrafiken kritisch die Gegenüberstellung von Malerei und Fotografie, scheinbar ohne einem der beiden Medien einen höheren Stellenwert beizumessen. Der Farbauftrag durch Rakel oder durch das Abklatschverfahren minimiert hierbei die Planbarkeit einer künstlerischen Idee stark und erhöht des Risiko eines Misserfolges. Die Rolle des Künstlers, der die totale, geniale Kontrolle über die Bildkomposition innehat, wird fast bis zur Gänze negiert. Der Zufall tritt an dessen Stelle und hebt die Bedeutung der Malerei als künstlerische Bildform hervor, wobei in Richters Umsetzung, im Gegensatz zu Künstlern wie Arnulf Rainer oder Anselm Kiefer, kein expressives Moment zu erkennen ist. Gattungsgrenzen werden in ein Spannungsfeld gesetzt, welches den Betrachter zum eigenständigen Hinterfragen der (Bild-) Reproduzierbarkeit anregt.
(Vgl. Butin, Hubertus/Gronert, Stefan/Olbricht, Thomas: Gerhard Richter - Editions 1965-2013, Ostfildern 2014, S. 87-90; 272).
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Gerhard Richter
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