Lot no. 3049
ROELOF KOETS the Elder
(circa 1592 Haarlem 1655)
A still life of a feast.
Oil on panel.
83 × 115 cm.
Provenance:
- Private collection, Sweden.
- Sale Bukowski’s, Stockholm, 5.11.1975, Lot 33.
- With Richard Green, London, 1976-1980.
- European collection.
Literature:
Nicolaas R.A. Vroom: A Modest Message as Intimated by the Painters of the 'Monochrome Banketje', Schiedam/Nuremberg 1980, vol. I, p. 144, fig. 192 and vol. II, p. 47, no. 215 (as Cornelis Cruys and erroneously listed as on canvas).
Our thanks to Dr Fred G. Meijer who has confirmed the authenticity of this painting on the basis of a photograph.
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ROELOF KOETS d. Ä.
(um 1592 Haarlem 1655)
Bankett-Stillleben.
Öl auf Holz.
83 × 115 cm.
Provenienz:
- Privatsammlung, Schweden.
- Auktion Bukowski’s, Stockholm, 5.11.1975, Los 33.
- Kunsthandel Richard Green, London, 1976-1980.
- Europäische Sammlung.
Literatur:
Nicolaas R.A. Vroom: A Modest Message as Intimated by the Painters of the 'Monochrome Banketje', Schiedam/Nürnberg 1980, Bd. I, S. 144, Abb. 192 und Bd. II, S. 47, Nr. 215 (als Cornelis Cruys und fälschlicherweise auf Leinwand).
Dieses üppige Bankett-Stillleben zeigt einen reich gedeckten Tisch. Roelof Koets d. Ä. präsentiert uns hier viele Köstlichkeiten, wie Trauben, Pfirsiche und Schinken und platziert gleichzeitig teures Geschirr wie den Silberbecher, die Wanli-Porzellanschale sowie den goldenen Becherhalter inmitten dieser Speisen.
Niederländische Betrachter des 17. Jahrhunderts bezeichneten solche aufwendigen Präsentationen von Lebensmitteln und Geschirr als "banket" (Bankettstück) und einfachere Stücke als "ontbijtje" (Frühstücksstück). Obwohl der Eindruck entsteht, dass die Tischgäste gerade gegangen sind, stellen diese Tischstillleben keine Beschreibungen von tatsächlichen Mahlzeiten dar. Dies zeigt sich beispielhaft in dem hier angebotenen Stillleben, in welchem der Künstler Lebensmittel aus verschiedenen Jahreszeiten in einer Komposition zusammenstellt, um seine technische Virtuosität zum Ausdruck zu bringen.
Das bekannte Oeuvre von Roelof Koets, das nicht mehr als etwa zwanzig Gemälde umfasst, besteht zu einem grossen Teil aus Bankettstücken, wie unser Gemälde. Ein sehr frühes Beispiel von 1625 ist noch inspiriert von Floris van Dijck (um 1575–1651), einem Haarlemer Pionier des Genres. Alle anderen sind jedoch später entstanden und lehnen sich eng an Pieter Claesz an, mit dem Koets gelegentlich zusammengearbeitet hat. Die meisten dieser Werke sind unsigniert. Die Trauben und Reben, die ein luftiges Blätterdach bilden und auch in unserem Werk zu sehen sind, sind als sein Markenzeichen zu deuten.
Dr. Fred G. Meijer bestätigt die Eingenhändigkeit anhand einer Fotografie, wofür wir ihm danken.
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