Lot no. 341
Rückriem, Ulrich
1938 Düsseldorf
Untitled. 1993. Granit (Bleu de Vire), four parts. 187 x 65 x 53cm.
This work will be included in the catalogue raisonné of the artist currently under production and is registered in the Ulrich Rückriem archive. We kindly thank Robin Karner, Karner Kunstaufbau, for his kind support.The sculpture can be viewed in the greater Neuss area by appointment.
Provenance:
- Private collection, North Rhine-Westphalia (directly from the artist).
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Ulrich Rückriem
Germany
Contemporary Art
Sculptures
1990s
Rückriem, Ulrich
1938 Düsseldorf
Ohne Titel. 1993. Granit (Bleu de Vire), vierteilig. 187 x 65 x 53cm.
Das Werk wird in das in Vorbereitung befindliche Werkverzeichnis des Künstlers aufgenommen und ist im Rückriem-Archiv registriert. Wir danken Herrn Robin Karner, Karner Kunstaufbau, für die freundliche Auskunft. Die Skulptur kann nach Rücksprache im Großraum Neuss besichtigt werden.
Provenienz:
- Privatsammlung Nordrhein-Westfalen (direkt vom Künstler)
Ulrich Rückriem, einer der bekanntesten deutschen Bildhauer, könnte auch als Architekt seiner monumentalen, oft überlebensgroßen Skulpturen wahrgenommen werden. So erfolgt die Herstellung seiner Arbeiten nach einem genauen Plan: am Anfang steht die Auswahl des Steinrohlings in einem Steinbruch. Hiernach fertigt er eine Skizze an, nach der ein Facharbeiter oder Steinmetz die Teilung vollzieht. Dies geschieht generell durch Spalten mit einem Hammer oder Eisenkeilen oder Schneiden mit der Kreissäge. In manchen Fällen kommen ab 1982 noch weitere Arbeitsschritte wie Feilen oder Polieren hinzu. Die so entstandenen findlingsartigen Versatzstücke werden schlussendlich zur ursprünglichen Form wieder zusammengefügt, sodass sich für den Betrachter eine unverwechselbare visuelle Wechselwirkung zwischen den Spuren der Teilung und der Ursprungsform ergibt. Der Anstoß für diese Idee ist einem Zufall zu verdanken: so wurden fünf Steine, die der Künstler bestellt hatte, mit einem Lastwagen angeliefert und aus platzsparenden Gründen so aufeinandergestapelt, dass sie wieder die ursprüngliche Form des Steinblocks einnahmen. Dieses Erlebnis hatte sowohl eine stark prägende sowie auch zwingende Erkenntnis für den Künstler.
Rückriem sucht in seinen Arbeiten nicht nach einer subjektiven Ausdrucksform, die einer Handschrift gleicht - vielmehr ist sein Ziel die Objektivität. Er geht planend und kontrolliert vor und organsiert seinen Werkprozess, so wie es ein Architekt bei einem Bauvorhaben tut. Das Material spielt hierbei eine übergeordnete Rolle in seinem Schaffen. "Der Stein ist für mich die erste Natur", hat Rückriem anlässlich der documenta 7 1982 über seine Skulpturen gesagt. So arbeitet Rückriem seit 1968 bevorzugt mit diesem Material und widmet sich den Steinskulpturen ab 1980 ausschließlich. "Ich will die Balance von Material und Arbeitsprozess, Form, Maß und Ort" erklärt der Künstler während der documenta 8 (Vgl. Kritisches Lexikon der Gegenwartskunst).
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Ulrich Rückriem
Deutschland
Zeitgenössische Kunst
Objekte
1990er
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Sculpture and bronzes
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