Lot no. 667
Seltene frühe Meissen Tierfigur einer Löwin Sitzende, auf ihren Pranken ruhende, aufmerksam mit dem Haupt dem Betrachter zugeneigte Löwin. Ihr Schweif liegt über dem Hinterbein auf dem Rücken. Hellbraune fein gestrichelte Fellzeichnung. Geöffnetes Maul mit roter Zunge und sichtbaren Zähnen sowie wachem Blick mit geöffneten Augen. Feine polychrome Malerei. Entw. Johann Joachim Kaendler, um 1748. Unw. rest.; Schwertermarke. H. 15 cm. 28 cm x 15 cm.
Das ursprüngliche Modell entwarf Kaendler für die Königin Maria Josepha, Gemahlin von August III. von Polen. Es steht in der Tradition der frühen Großplastiken für das prestigeträchtige Japanische Palais, wie dem liegenden Löwenpaar, welches Kirchner um 1732 im Auftrag Augusts des Starken schuf. Zudem hielt der König in seinen Menagarien unbekannte exotische Tiere - darunter ein Löwenpaar. Kaendler konnte die Tiere in Natura sehen und ließ dies auch in seine Entwürfe einfliessen. Neben der Darstellung von Reichtum und Macht wird damit auch der Bildungsanspruch am sächsischen Hof verdeutlicht. Eine frühe Figur befindet sich u.a. in der Eremitage in St. Petersburg, In.-Nr. 25597.
Vgl. Andres-Acevedo 2023, Bd. 2, Nr. 774.; Kirchner-Löwen: Wittwer, Die Galerie der Meißener Tiere, Nr. 159 u. 160.
A rare porcelain figur of a lioness modelled by J. J. Kaendler. Insignificantly restored. Crossed swords mark.
Meissen. Um 1750.
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Antique art and decorative objects
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