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Lot no. 399
Seltener sächsischer Renaissance Serpentin-Humpen mit teilw. vergoldeter Silbermontierung. Dunkelgrün-grau gefleckter Zöblitzer Granatserpentin. Sich konisch verjüngender, glatter Korpus, am Stand gerahmt von umlaufendem, palmettenartig ziseliertem und gezacktem Fußring. Korpuswandung gegliedert durch mit Eierstabdekor umzogenen Reifen, als Montierung für den schmalen, geschweiften Ohrenhenkel, gefasst von zwei herausgearbeiteten Profilwulsten. Randzone umzogen von korrespondierendem Silberband, übergehend in scharnierten, in mehreren aufgewölbten Stufen mit Schlangenhautdekor ansteigenden Deckel, bekrönt vom Deckelknauf in plastisch ausgearbeiteter Darstellung des Hl. Georg als Drachentöter. Angedeutet zweigeteilte, eingerollte Daumenrast. Best.; Ungedeutetes Beschau- und Meisterzeichen "IE" oder "PE", Steuerstempel Österreich, Brunn, 1807-1866. H. 21 cm. 12,5 cm x 17,5 cm. Die Verwendung von sächsischem Serpentin für kunsthandwerkliche Gegenstände ist bereits seit dem späten 15. Jh. belegt. Europaweit gehörte der Serpentin zu den begehrtesten Bodenschätzen Kursachsens. Die ihm zugesprochene gesundheitsfördernde Wirkung trug sein Übriges dazu bei, sodass Kunstwerke aus Serpentin als symbolischer Hinweis auf Reichtum und Macht seines Besitzers verstanden wurden. Ein vergleichbarer Serpentinhumpen mit vergoldeter Silbermontierung befindet sich u. a. im Grünen Gewölbe der Staatl. Kunstsammlungen in Dresden (Inv.-Nr. V 392). Vgl. hierzu Eva Hoyer, Sächsischer Serpentin, S. 37 ff; S. 216. A rare Saxony Renaissance parcel-gilt silver mounted serpentine tankard. Chipped. Unidentified assay and maker's mark "IE" or "PE", Austrian tax mark 1807 - 1866. Sachsen. Zöblitz. 1. Hälfte 17. Jh.
Pictures credits: Contact organization
Antique art and decorative objects
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09/04/2026
Offered by Kunstauktionshaus Schloss Ahlden
49 5164 80100

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