Lot no. 790
Seltenes St.-Georgs-Ordenkreuz des Königreichs Hannover, verliehen von 1839 bis 1903.
Gelbgold, 14 ct., polychromes Email. Achtspitziges, profiliertes Malteserkreuz mit Zierkugeln, beidseitig aufgelegte, runde Medaillons mit szenischer Darstellung des Heiligen Georgs zu Pferde im Kampf mit dem Drachen und erhabenem Monogramm EAR für Ernst August Rex, akzentuiert durch Löwen mit erhobenen Tatzen. Abschließend fünfbügelige Königskrone mit Reichsapfel. 10 cm x 6,5 cm. Gew. ca. 57,94 g.
Der St.-Georgs-Orden erster Klasse, wurde als höchster Hausorden des Königreichs Hannover am 23. April 1839 durch König Ernst August I. von Hannover zum Ende der Personalunion der Königshäuser von Großbritannien und Hannover gestiftet. Verliehen wurde er für vorzügliche, ausgezeichnete Verdienste um das Königreich Hannover und als Zeichen der ganz besonderen königlichen Huld. Der Wahlspruch des Ordens war "Nunquam retrorsum" und heißt "Niemals zurück", dessen Großmeister des Ordens war der König selbst. Die Anzahl der Ritter des St. Georgs Orden beschränkte sich auf 16, sie waren auch Träger des Großkreuzes des Guelphen-Ordens, dazu zählten u.a. Graf Carl von Alten, Fürst von Sayn-Wittgenstein, Fürst Metternich, Graf von Radetzky, Fürst Windisch-Grätz, und der Fürst von Bentheim. Nach der Annexion durch Preußen wurde das Weitertragen des Ordens genehmigt, 1903 erhielt der Herzog von Braunschweig-Lüneburg als Letzter die Ritterwürde.
Vgl. hierzu: J. Nimmergut, Deutsche Orden und Ehrenzeichen bis 1945, Bd. 1, 1999. Arnhard Graf Klenau: Orden in Deutschland und Österreich. Band II: Deutsche Staaten (1806-1918). Teil I: Anhalt-Hannover. Offenbach 2008, ISBN 3-937064-13-3, S. 186-193. Maximilian Gritzner: Handbuch der Ritter- und Verdienstorden aller Kulturstaaten der Welt. Leipzig 1893.
Order of St. George (Hanover) 14 k gold cross.
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