Lot no. 220
Walter Leistikow (Bromberg 1865 – 1908 Berlin) Heimkehr. (Vor) 1903 Öl auf Leinwand. 99,5 × 124,5 cm ( 39 ⅛ × 49 in.). Unten rechts signiert: W. Leistikow. [3249] Provenienz: Privatsammlung, Berlin / Privatsammlung, Brandenburg Ausstellung: Katalog der siebenten Kunstausstellung der Berliner Secession. Berlin 1903, 2. Aufl., Kat.-Nr. 125, m. Abb. / Sonder-Ausst. A. Zorn, W. Leistikow. [...] Dresden, Kunstsalon Ernst Arnold, 1904/05 / VII. Jg, IV. Ausst.: Collectionen von E. Cordigiani, C. Herrmann, W. Leistikow, E. Oppler. Berlin, Galerie Paul Cassirer, 1905, Kat.-Nr. 21 („Heimkehr“) (?) Literatur und Abbildung: H. W. S(inger): (Leistikow-Ausst. im Kunstsalon Ernst Arnold, Dresden). In: Kunst und Künstler, 3. Jg., 4. H., Jan. 1905, S. 174 / B. Echte und W. Feilchenfeldt (Hg.): Kunstsalon Paul Cassirer. Die Ausstellungen. Band 2: „Man steht da und staunt“, 1901–1905. Wädenswil, Nimbus, 2011, S. 641 In den Jahren um 1900 hat Leistikow der Kunstentwicklung in Berlin prägende Impulse verliehen. Dem Zeitgeist gemäß an einer ganzheitlichen Durchdringung von Kunst und Leben interessiert, malte er nicht nur Landschaften, sondern betätigte sich auch im anwendungsbezogenen Rahmen, indem er Möbel, Teppiche und Stoffe entwarf. Als Mitbegründer der Berliner Secession und des Deutschen Künstlerbundes war Leistikow auch in institutioneller Hinsicht maßgeblich daran beteiligt, der Moderne in Deutschland zum Durchbruch zu verhelfen. Sein um die Jahrhundertwende entstandenes kapitales Gemälde „Heimkehr“ offenbart uns in besonderem Maße die impressionistische Facette in seinem Werk. Von erhöhtem Standpunkt aus blicken wir zu abendlicher Stunde auf einen zerklüfteten, topografisch nicht näher lokalisierbaren Meeresarm. Die Wasserfläche, die von den vibrierenden Lichtreflexen belebt wird, erstreckt sich in diagonaler Ausrichtung bis in die obere rechte Ecke des Bildes, sodass der abschließenden Hügelkette und dem Himmel lediglich ein schmaler Streifen zukommt. Belebt wird die Komposition von sechs Segelbooten, die in einer aufgelockerten Regattaformation den unserem Blick entzogenen Hafen ansteuern. Die jeweils mit Groß- und Vorsegel identisch ausgestatteten Boote rhythmisieren das Bildfeld, verleihen ihm einen prägnanten Bewegungsakzent und setzen dem durch die Komposition evozierten Tiefenzug flächenhafte Akzente entgegen. Dass Sehen und Empfinden im Prozess der Betrachtung als Einheit wahrgenommen werden, ist eines der besonderen Verdienste von Leistikows Malerei, die uns zugleich Stimmungskunst ist. Markus Bertsch Walter Leistikow (Bydgoszcz 1865 – 1908 Berlin) Home coming. (before) 1903 Oil on canvas. 99,5 × 124,5 cm ( 39 ⅛ × 49 in.). Signed lower right: W. Leistikow. [3249] Provenienz: Private collection, Berlin / private collection, Brandenburg Ausstellung: Katalog der siebenten Kunstausstellung der Berliner Secession. Berlin 1903, 2. ed., cat. no. 125, ill. / Sonder-Ausst. A. Zorn, W. Leistikow. [...] Dresden, Kunstsalon Ernst Arnold, 1904/05 / VII. Vol., IV. Ausst.: Collectionen von E. Cordigiani, Curt Herrmann, Walter Leistikow, Ernst Oppler. Werke von Adolph von Menzel. Berlin, Galerie Paul Cassirer, 1905, cat. no. 21 („Heimkehr“) (?) Literatur und Abbildung: H(ans) W(olfgang) S(inger): (Leistikow-Ausstellung in the Kunstsalon Ernst Arnold, Dresden). In: Kunst and Künstler, 3. Vol., 4. Issue., Jan. 1905, p. 174 / Bernhard Echte and Walter Feilchenfeldt (ed.): Kunstsalon Paul Cassirer. Die Ausstellungen. Volume 2: „Man steht da und staunt“, 1901–1905. Wädenswil, Nimbus, 2011, p. 641
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Art du XIXe siècle
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11/29/2017
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