Lot no. 41
Willi Baumeister (1889 – Stuttgart – 1955)
„FRA DIAVOLO (AUF GELB)“. 1951
Öl mit Kunstharz auf Hartfaser. Im Künstlerrahmen. 65 x 81 cm ( 25 ⅝ x 31 ⅞ in.). Unten rechts mit Bleistift signiert und datiert: Baumeister 7.51. Rückseitig mit Kreide betitelt, datiert, signiert und bezeichnet: Fra Diavolo (auf Gelb) 1951 Baumeister 81 x 65 cm. Auf dem Rahmen oben Etiketten der Sammlung G. D. Thomson, der Modernen Galerie Otto Stangl und der Feigl Gallery, New York.
Beye/Baumeister 2042.–
[3139]
Provenienz: Hacker Gallery, New York / G. David Thompson, Pittsburgh / Galerie Otto Stangl, München / ehemals Privatsammlung (1957 erworben bei Stangl, München)
Ausstellung: Willi Baumeister. New York, Hacker Gallery, 1952, mit Abb. / Willi Baumeister. München, Galerie Otto Stangl, 1956 (außer Katalog, auf einem Ausstellungsphoto im Archiv Baumeister zu sehen)
Literatur und Abbildung: Will Grohmann: Willi Baumeister. Stuttgart 1952, S. 59, Kat.-Nr. 142, mit Farbabbildung / Will Grohmann: Willi Baumeister. Leben und Werk. Köln, Verlag M. DuMont Schauberg, 1963, Kat.-Nr. 1123, mit Abb. / Oto Bihalji-Merin: Willi Baumeister. in: Quadrum, Nr. 8, 1960, S. 59-74, hier Farbabb. S. 63 / Morris Davidson: Painting with Purpose. Englewood Cliffs, New Jersey, 1964, S. 107, Abb. 41
Der Kunsthistoriker Will Grohmann hat sich schon zu Lebzeiten des Künstlers als einer der besten Kenner von Willi Baumeisters Werk erwiesen und hat als erster versucht, die fast unüberschaubare Flut von künstlerischen Einfällen und Ideen in Kategorien zu fassen. Dabei spannt sich ein weiter Bogen etwa von den „Mauerbildern“ bis hin zu den „Metaphysischen Landschaften“. In letztere Werkgruppe ist im weiteren Sinne auch unser Bild einzuordnen. Aber Grohmann selbst stellt fest: „Man kommt bei Baumeister in jedem Jahrfünft oder Jahrzehnt in Verlegenheit, die Einzelfälle sinngemäß zu katalogisieren, es ist für sie nirgends Platz, außer im Ganzen des Œuvre, das alle nur denkbaren Entwürfe und Experimente zu beherbergen vermag. Es ginge nicht an, sie unter den Tisch fallen zu lassen, nur weil sie den Ordnungssinn des Chronisten stören.“
Ein solcher Einzelfall ist „Fra Diavolo“, das sich, folgt man Grohmann, mit der „Faust“-Serie berührt, „aber es ist so heiter und verwegen wie die Spieloper Aubers, mit dem neapolitanischen Gelb und Rot und der banditenhaften Figurine rechts“ (Will Grohmann: Willi Baumeister. Leben und Werk, Köln 1963, S. 112). Auf einem hellen Grund stehen aus dem Schaffen des Malers wohlvertraute Zeichen, zarte Liniengefüge, zerfließende amorphe Formen in sachter Bewegung, fast plastisch erscheinende Zusammenballungen und farbige, schwebende Einsprengsel. Diese charakteristischen Elemente beseelen das Bildformat, eine Bühne, auf der sich ein phantasievolles Spiel voller Poesie ereignet. (EO)
Willi Baumeister (1889 – Stuttgart – 1955)
„FRA DIAVOLO (AUF GELB)“. 1951
Oil with resin on masonite. In artist's frame. 65 x 81 cm ( 25 ⅝ x 31 ⅞ in.). Signed and dated in pencil lower right: Baumeister 7.51. On the reverse titled, dated, signed and inscribed in chalk: Fra Diavolo (auf Gelb) 1951 Baumeister 81 x 65 cm. On the frame at the top labels of the G. D. Thomson collection, the Moderne Galerie Otto Stangl and the Feigl Gallery, New York.
Beye/Baumeister 2042.–
[3139]
Provenienz: Hacker Gallery, New York / G. David Thompson, Pittsburgh / Galerie Otto Stangl, Munich / formerly private collection (acquired 1957 at Stangl, Munich)
Ausstellung: Willi Baumeister. New York, Hacker Gallery, 1952, with ill. / Willi Baumeister. Munich, Galerie Otto Stangl, 1956 (not in catalogue, visible in an interior photograph of the exhibition held by the Baumeister Archive)
Literatur und Abbildung: Will Grohmann: Willi Baumeister. Stuttgart 1952, p. 59, cat. no. 142, with colour ill. / Will Grohmann: Willi Baumeister. Leben und Werk. Cologne, Verlag M. DuMont Schauberg, 1963, cat. no. 1123, with ill. / Oto Bihalji-Merin: Willi Baumeister. in: Quadrum, no. 8, 1960, p. 59-74, here colour ill. p. 63 / Morris Davidson: Painting with Purpose. Englewood Cliffs, New Jersey, 1964, p. 107, ill. 41
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