Lot no. 3013
FERDINAND HODLER (Bern 1853–1918 Geneva) Self portrait. Circa 1878. Oil on canvas laid on board. Monogrammed lower right: F. H. 22 × 16 cm. Provenance: - Max Meirowsky, Cologne, 1912. - Private collection, Switzerland, 1953–71. - Private collection, Switzerland, 1971. - Private collection, Switzerland. - By descent to the current private collection. Exhibited: - Cologne 1912, Kunst des 19. Jahrhunderts in Kölner Privatbesitz, Wallraf-Richartz-Museum, October–November 1912, no. 48, as "Selbstbildnis". - Thun 1953, Ausstellung Ferdinand Hodler 1853–1918, Kunstsammlung der Stadt Thun; Thunerhof, 24.5.–30.8.1953, no. 13 (with the label on the reverse). - Basel 1979, Ferdinand Hodler. Selbstbildnisse als Selbstbiographie, Kunstmuseum Basel, 17.6.–16.9.1979, no. 9 (with the label on the reverse). Literature: - Arnold Fortlage-Köln: Kunst des 19. Jahrhunderts in Kölner Privatbesitz, in: Der Cicerone, VI, 1912, issue 21, p. 806, as "Selbstbildnis". - Exh.cat. Kunst des 19. Jahrhunderts in Kölner Privatbesitz, Cologne 1912, no. 48 (with ill.). - Carl Albert Loosli: Ferdinand Hodler. Leben, Werk und Nachlass, Suter 1921–24, vol. II, p. 115. - Carl Albert Loosli: Ferdinand Hodler. Leben, Werk und Nachlass, Bern 1922, vol. II, p. 115, as "Selbstbildnis, Kniestück". - Carl Albert Loosli: Generalkatalog in: Ferdinand Hodler. Leben, Werk und Nachlass, Bern 1924, no. 1826, as "Selbstbildnis, Kniestück". - Exh.cat. Ferdinand Hodler. Selbstbildnisse als Selbstbiographie, Basel 1979, p. 40 (with ill.). - Oskar Bätschmann and Paul Müller: Ferdinand Hodler. Catalogue raisonné der Gemälde, ed. Schweizerisches Institut für Kunstwissenschaft, vol. II, Die Bildnisse, Zurich 2012, p. 108, no. 674 (with ill.). Das vorliegende Selbstbildnis entstand gemäss Bernadette Walter vermutlich vor Hodlers Spanienaufenthalt 1878/79, worauf die dunkle Farbpalette hindeutet, die sein Werk vor der Reise in den Süden prägte. Auch der dynamische Pinselduktus sowie die Modellierung des Gesichts lassen eine Datierung um 1878 zu. Erstmals stellt sich Hodler hier als Künstler in eleganter Sonntagskleidung dar: eine dunkle Jacke mit Brusttasche und Einstecktuch, dazu ein weisses Hemd mit Krawatte und eine graue Hose. Seine Haare sind kürzer geschnitten, und der Schnurrbart entspricht dem Erscheinungsbild, das ihn auf einer zeitgenössischen Fotografie zeigt (Abb. 1). Mit direktem Blick wendet sich der Künstler dem Betrachter zu. Ein angedeutetes Lächeln und die dezenten Lichtreflexe in den Pupillen verleihen ihm eine selbstbewusste Ausstrahlung. ------------------------------------------------- FERDINAND HODLER (Bern 1853–1918 Genf) Selbstbildnis. Um 1878. Öl auf Leinwand auf Karton. Unten rechts monogrammiert: F. H. 22 × 16 cm. Provenienz: - Max Meirowsky, Köln, 1912. - Schweizer Privatsammlung, 1953–71. - Schweizer Privatbesitz, 1971. - Schweizer Privatsammlung. - Durch Erbfolge in heutigen Privatbesitz. Ausstellungen: - Köln 1912, Kunst des 19. Jahrhunderts in Kölner Privatbesitz, Wallraf-Richartz-Museum, Oktober–November 1912, Nr. 48, als "Selbstbildnis". - Thun 1953, Ausstellung Ferdinand Hodler 1853–1918, Kunstsammlung der Stadt Thun; Thunerhof, 24.5.–30.8.1953, Nr. 13 (verso mit Etikett). - Basel 1979, Ferdinand Hodler. Selbstbildnisse als Selbstbiographie, Kunstmuseum Basel, 17.6.–16.9.1979, Nr. 9 (verso mit Etikett). Literatur: - Arnold Fortlage-Köln: Kunst des 19. Jahrhunderts in Kölner Privatbesitz, in: Der Cicerone, VI, 1912, Heft 21, S. 806, als "Selbstbildnis". - Ausst.-Kat. Kunst des 19. Jahrhunderts in Kölner Privatbesitz, Köln 1912, Nr. 48 (mit Abb.). - Carl Albert Loosli: Ferdinand Hodler. Leben, Werk und Nachlass, Suter 1921–24, Bd. II, S. 115. - Carl Albert Loosli: Ferdinand Hodler. Leben, Werk und Nachlass, Bern 1922, Bd. II, S. 115, als "Selbstbildnis, Kniestück". - Carl Albert Loosli: Generalkatalog in: Ferdinand Hodler. Leben, Werk und Nachlass, Bern 1924, Nr. 1826, als "Selbstbildnis, Kniestück". - Ausst.-Kat. Ferdinand Hodler. Selbstbildnisse als Selbstbiographie, Basel 1979, S. 40 (mit Abb.). - Oskar Bätschmann und Paul Müller: Ferdinand Hodler. Catalogue raisonné der Gemälde, Hrsg. Schweizerisches Institut für Kunstwissenschaft, Bd. II, Die Bildnisse, Zürich 2012, S. 108, Nr. 674 (mit Abb.). Das vorliegende Selbstbildnis entstand gemäss Bernadette Walter vermutlich vor Hodlers Spanienaufenthalt 1878/79, worauf die dunkle Farbpalette hindeutet, die sein Werk vor der Reise in den Süden prägte. Auch der dynamische Pinselduktus sowie die Modellierung des Gesichts lassen eine Datierung um 1878 zu. Erstmals stellt sich Hodler hier als Künstler in eleganter Sonntagskleidung dar: eine dunkle Jacke mit Brusttasche und Einstecktuch, dazu ein weisses Hemd mit Krawatte und eine graue Hose. Seine Haare sind kürzer geschnitten, und der Schnurrbart entspricht dem Erscheinungsbild, das ihn auf einer zeitgenössischen Fotografie zeigt (Abb. 1). Mit direktem Blick wendet sich der Künstler dem Betrachter zu. Ein angedeutetes Lächeln und die dezenten Lichtreflexe in den Pupillen verleihen ihm eine selbstbewusste Ausstrahlung.
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