Lot no. 3050
LOUIS SOUTTER (Morges 1871–1942 Ballaigues) Perles vives. 1937–42. On the reverse: Deux nus et deux têtes d'hommes. India ink on paper (finger painting). Inscribed centre left: Perles Vives. 32 × 50 cm. Provenance: - Collection of J. Mermod, Lausanne. - Galerie M. Knoedler, Zurich, 1981. - Hess Art Collection, acquired in the above gallery. Exhibited: - Munich, Bonn and Stuttgart 1985, Louis Soutter. Zeichnungen. Bücher. Fingermalereien, Städtische Galerie im Lenbachhaus München; Kunstmuseum Bonn; Württembergischer Kunstverein, 17.4.–9.6.1985; 26.6.–11.8.1985; 22.8.–13.10.1985. - Yountville 2006-11, Hess Art Collection Winery, Napa Valley. - Paris 2012, Louis Soutter. Le Tremblement de la Modernité, La Maison Rouge, 20.6.–23.9.2012. Literature: - René Berger and Ernest Manganel: Louis Soutter. Témoignages de René Auberjoinois et de Le Corbusier, Lausanne 1961, as "Perles Vives". - Michael Thévoz: Louis Soutter. Catalogue de l'œuvre, Zurich 1976, vol. II, p. 336, no. 2677 (with ill.). - Donald M. Hess and Myrtha Steiner: Hess Art Collection, Berlin 2009, pp. 296 and 300. Louis Soutter stammte aus gutbürgerlichem Haus und zeigte früh Interesse an Kunst, Architektur und Musik. Er studierte in Lausanne, Genf, Brüssel und Paris. 1897 heiratete er die Amerikanerin Madge Fursman und zog mit ihr nach Colorado Springs, wo er Kunstgeschichte unterrichtete. Nach gesundheitlichen und persönlichen Krisen kehrte er in die Schweiz zurück. 1923 wurde er im Alter von 52 Jahren in ein Pflegeheim eingewiesen, in dem er bis zu seinem Tod lebte. Dort begann er im Verborgenen intensiv zu zeichnen. Ohne Vorstudien entstanden aus fein verwobenen Texturen scheinbar zufällige Figuren und Szenen – ein Universum geprägt von Metamorphosen und Assoziationen, das der Logik von Traum und Wahn folgt (Michel Thévoz, 2016, SIKART). Ab 1930 entwickelte Soutter eine freiere, expressivere Bildsprache in grösseren Formaten. Seine Themen verfolgte er mit obsessiver Intensität. Ab 1937, durch Sehschwäche und Arthritis eingeschränkt, trug er die Tusche mit dem Finger auf – es entstanden die dramatisch kontrastierenden Fingermalereien der letzten Jahre, zu denen auch das hier angebotene Werk zählt. Soutters Malerei entzieht sich eindeutiger Einordnung und bewegt sich in einem eigenen Kosmos rätselhafter Zeichen. Sein Werk, entstanden im Rückzug ins Persönliche, blieb aber offen für die Impulse der künstlerischen Avantgarde des 20. Jahrhunderts. * The full tax is charged on this item marked * in the auction catalogue, i.e. VAT is charged on the sum of the bid price plus the surcharge for those items. The VAT will be refunded to Purchasers providing a validly stamped export declaration. ------------------------------------------------- LOUIS SOUTTER (Morges 1871–1942 Ballaigues) Perles vives. 1937–42. Verso: Deux nus et deux têtes d'hommes. Tusche auf Papier (Fingermalerei). Mittig links bezeichnet: Perles Vives. 32 × 50 cm. Provenienz: - Sammlung J. Mermod, Lausanne. - Galerie M. Knoedler, Zürich, 1981. - Hess Art Collection, in obiger Galerie erworben. Ausstellungen: - München, Bonn und Stuttgart 1985, Louis Soutter. Zeichnungen. Bücher. Fingermalereien, Städtische Galerie im Lenbachhaus München; Kunstmuseum Bonn; Württembergischer Kunstverein, 17.4.–9.6.1985; 26.6.–11.8.1985; 22.8.–13.10.1985. - Yountville 2006-11, Hess Art Collection Winery, Napa Valley. - Paris 2012, Louis Soutter. Le Tremblement de la Modernité, La Maison Rouge, 20.6.–23.9.2012. Literatur: - René Berger und Ernest Manganel: Louis Soutter. Témoignages de René Auberjoinois et de Le Corbusier, Lausanne 1961, als "Perles Vives". - Michael Thévoz: Louis Soutter. Catalogue de l'œuvre, Zürich 1976, Bd. II, S. 336, Nr. 2677 (mit Abb.). - Donald M. Hess und Myrtha Steiner: Hess Art Collection, Berlin 2009, S. 296 und 300. Louis Soutter stammte aus gutbürgerlichem Haus und zeigte früh Interesse an Kunst, Architektur und Musik. Er studierte in Lausanne, Genf, Brüssel und Paris. 1897 heiratete er die Amerikanerin Madge Fursman und zog mit ihr nach Colorado Springs, wo er Kunstgeschichte unterrichtete. Nach gesundheitlichen und persönlichen Krisen kehrte er in die Schweiz zurück. 1923 wurde er im Alter von 52 Jahren in ein Pflegeheim eingewiesen, in dem er bis zu seinem Tod lebte. Dort begann er im Verborgenen intensiv zu zeichnen. Ohne Vorstudien entstanden aus fein verwobenen Texturen scheinbar zufällige Figuren und Szenen – ein Universum geprägt von Metamorphosen und Assoziationen, das der Logik von Traum und Wahn folgt (Michel Thévoz, 2016, SIKART). Ab 1930 entwickelte Soutter eine freiere, expressivere Bildsprache in grösseren Formaten. Seine Themen verfolgte er mit obsessiver Intensität. Ab 1937, durch Sehschwäche und Arthritis eingeschränkt, trug er die Tusche mit dem Finger auf – es entstanden die dramatisch kontrastierenden Fingermalereien der letzten Jahre, zu denen auch das hier angebotene Werk zählt. Soutters Malerei entzieht sich eindeutiger Einordnung und bewegt sich in einem eigenen Kosmos rätselhafter Zeichen. Sein Werk, entstanden im Rückzug ins Persönliche, blieb aber offen für die Impulse der künstlerischen Avantgarde des 20. Jahrhunderts. Dieses mit * (Asterisk) bezeichnete Objekte ist vollumfänglich mehrwertsteuerpflichtig, d. h. bei diesen Objekten wird die MWST auf den Zuschlagspreis plus Aufgeld berechnet. Käufer, die eine rechtsgültig abgestempelte Ausfuhrdeklaration vorlegen, erhalten die MWST rückvergütet.
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Impressionist. Modern and Swiss Art
8031 Zürich - Switzerland
06/27/2025
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