Lot no. 3060
SONJA SEKULA (Lucerne 1918–1963 Zurich) "Auf und Ab". 1957. Oil on canvas. Signed and dated lower right: Sekula 57. 81 × 51 cm. Provenance: Private collection, Switzerland, received from the mother of the artist. Sonja Sekula zählt heute zu den bemerkenswerten künstlerischen Wiederentdeckungen der letzten Jahrzehnte. In den 2000er-Jahren erlebte ihr Werk eine späte, aber verdiente Renaissance. Die Luzerner Künstlerin hatte sich ab den späten 1930er-Jahren in der New Yorker Avantgarde etabliert – im Umfeld von John Cage, Jackson Pollock und den surrealistischen Exilkünstlern um André Breton. Nach fast zwei Jahrzehnten intensiven Schaffens kehrte Sekula Mitte der 1950er-Jahre aufgrund eines psychischen Zusammenbruchs in die Schweiz zurück. Ihr Œuvre ist geprägt von stilistischer Offenheit und innerer Wandlung. Sekula experimentierte mit Sprache und Schrift, mit Abstraktion und Symbolik, mit dichter Struktur und freier Geste. Inspiration fand sie nicht nur in der europäischen Moderne, sondern auch in der Kunst indigener Völker Nordamerikas. Deren ornamentale Rhythmen und abstrahierte Formensprache wirkten als Impulsgeber – nicht im Sinne eines Zitats, sondern als Grundlage für eine eigenständige visuelle Sprache. "Auf und Ab", 1957 entstanden, gehört zu ihren späten Arbeiten. In dieser Phase entwickelte Sekula eine verdichtete, hochpersönliche Form der Abstraktion. Das Gemälde zeigt ein engmaschiges Raster aus Farbpunkten, das sich wie eine visuelle Partitur über die Leinwand zieht. Struktur und Auflösung, Bewegung und Stille treten in ein spannungsvolles Wechselspiel. In dieser Zeit spiegeln ihre Werke eine persönliche Unruhe wider – auf und ab, im wörtlichen wie im übertragenen Sinn. Die Malerei wird hier zu einem inneren Terrain, das von seelischen Erschütterungen ebenso erzählt wie von dem Versuch, in der Kunst Halt und Ausdruck zu finden. ------------------------------------------------- SONJA SEKULA (Luzern 1918–1963 Zürich) "Auf und Ab". 1957. Öl auf Leinwand. Unten rechts signiert und datiert: Sekula 57. 81 × 51 cm. Provenienz: Schweizer Privatbesitz, von der Mutter der Künstlerin erhalten. Sonja Sekula zählt heute zu den bemerkenswerten künstlerischen Wiederentdeckungen der letzten Jahrzehnte. In den 2000er-Jahren erlebte ihr Werk eine späte, aber verdiente Renaissance. Die Luzerner Künstlerin hatte sich ab den späten 1930er-Jahren in der New Yorker Avantgarde etabliert – im Umfeld von John Cage, Jackson Pollock und den surrealistischen Exilkünstlern um André Breton. Nach fast zwei Jahrzehnten intensiven Schaffens kehrte Sekula Mitte der 1950er-Jahre aufgrund eines psychischen Zusammenbruchs in die Schweiz zurück. Ihr Œuvre ist geprägt von stilistischer Offenheit und innerer Wandlung. Sekula experimentierte mit Sprache und Schrift, mit Abstraktion und Symbolik, mit dichter Struktur und freier Geste. Inspiration fand sie nicht nur in der europäischen Moderne, sondern auch in der Kunst indigener Völker Nordamerikas. Deren ornamentale Rhythmen und abstrahierte Formensprache wirkten als Impulsgeber – nicht im Sinne eines Zitats, sondern als Grundlage für eine eigenständige visuelle Sprache. "Auf und Ab", 1957 entstanden, gehört zu ihren späten Arbeiten. In dieser Phase entwickelte Sekula eine verdichtete, hochpersönliche Form der Abstraktion. Das Gemälde zeigt ein engmaschiges Raster aus Farbpunkten, das sich wie eine visuelle Partitur über die Leinwand zieht. Struktur und Auflösung, Bewegung und Stille treten in ein spannungsvolles Wechselspiel. In dieser Zeit spiegeln ihre Werke eine persönliche Unruhe wider – auf und ab, im wörtlichen wie im übertragenen Sinn. Die Malerei wird hier zu einem inneren Terrain, das von seelischen Erschütterungen ebenso erzählt wie von dem Versuch, in der Kunst Halt und Ausdruck zu finden.
Pictures credits: Contact organization
Modern and contemporary paintings
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Catalog
Impressionist. Modern and Swiss Art
8031 Zürich - Switzerland
06/27/2025
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